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🛡️ Vorsorge & Versicherung 9 Min. Lesezeit ·

🏦Betriebliche Altersvorsorge (bAV) 2026 — lohnt sich das?

Entgeltumwandlung, Fördergrenzen, Arbeitgeberzuschuss: Alles zur betrieblichen Altersvorsorge 2026. Mit Rechenbeispiel.

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine der effizientesten Sparformen in Deutschland. Durch die Entgeltumwandlung sparst du Steuern und Sozialabgaben — und dein Arbeitgeber muss seit 2019 einen Zuschuss zahlen.

So funktioniert die Entgeltumwandlung

Ein Teil deines Bruttogehalts wird direkt in die bAV eingezahlt — vor Steuern und Sozialabgaben. Das reduziert dein zu versteuerndes Einkommen.

Fördergrenzen 2026

  • Steuerfreier Höchstbetrag: 302 €/Monat (8% der BBG RV = 8.112 €/Jahr)
  • Sozialabgabenfrei: 302 €/Monat (8% der BBG RV)
  • Arbeitgeberzuschuss: Mindestens 15% des umgewandelten Entgelts (Pflicht bei Neuverträgen seit 2019, für Altverträge seit 2022)

Rechenbeispiel: 200 € Entgeltumwandlung

Bei 4.000 € brutto in Steuerklasse 1:

  • Ohne bAV: ca. 2.650 € netto
  • Mit 200 € bAV: ca. 2.540 € netto
  • Nettoverlust: nur 110 € — aber 200 € (+ 30 € AG-Zuschuss) fließen in die Altersvorsorge
  • Effektive Ersparnis: ca. 45% der eingezahlten Summe

Nachteile der bAV

  • Geringere gesetzliche Rente (da weniger SV-Beiträge gezahlt werden)
  • Steuerpflicht in der Auszahlungsphase (nachgelagerte Besteuerung)
  • Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Betriebsrente (seit 2020 Freibetrag: 176,75 €/Monat)
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit vor Rentenalter

Für wen lohnt sich die bAV?

Die bAV lohnt sich besonders für Arbeitnehmer mit mittlerem bis hohem Einkommen (3.000-6.000 € brutto), die einen hohen Grenzsteuersatz haben und deren Arbeitgeber einen guten Zuschuss zahlt. Nutze unseren Gehaltsrechner mit bAV-Option, um den Effekt auf dein Netto zu berechnen.

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